Lagebericht aus der Trainingsmannschaft

Lagebericht aus der Trainingsmannschaft

Dieses Jahr sind Jakob und Max mit dem Ziel in die Saison gestartet, sich für die Nationalmannschaft zu qualifizieren. Jakob als schwerer A-Junior im zweiten A-Jahr (Jahrgang 2006) würde am liebsten mit zur U19-WM nach Kanada fliegen. Max, der noch im ersten A-Jahr (Jahrgang 2007) ist, möchte beim Baltic-Cup für die Nationalmannschaft starten.

Um die Ziele zu erreichen, musste ein umfangreiches Pflichtprogramm absolviert werden. Im Winter schafften es Beide bei den verpflichtenden 2000m-Ergotest „WM-Norm“ zu fahren (<6:18 Min). Die Voraussetzungen waren also gegeben. Nachdem im Herbst noch der Plan bestand, dass Max und Jakob im 2- die Saison bestreiten würden, zeichnete sich bald ab, dass sich Jakob im Skullboot deutlich wohler fühlte. Nach einem kleinen Experiment mit einem Zweierpartner aus Essen entschied sich Max nach der ersten Langstreckenregatta dann ebenfalls dazu, sein Glück im Skullbereich zu probieren.

Ein Trainingslager in den Osterferien in Maastricht, gemeinsam mit Thies aus Bad Honnef, das abwechselnd von Cora und Flo betreut wurde, sollte die Grundlagen für die Saison legen. Leider hatte sich Jakob zuvor bei einem Skulllehrgang in Berlin, zu dem er aufgrund seiner guten Leistungen im Vorjahr eingeladen wurde, einen Infekt zugezogen, den er im Trainingslager verschleppte. Er startete zwar noch bei der Langstrecke in Leipzig, es folgte allerdings ein vorübergehendes Sportverbot. Max erkrankte auch kurzfristig, sodass Beide bei der ersten wichtigen KBÜ in Krefeld nicht starten konnten.

Entscheidend für die Qualifikation zur Nationalmannschaft im Skullbereich ist entweder ein Sieg im JM 1x A oder JM 2x A bei den DJM (dieses Jahr vom 20.-23.06.24 in Essen) oder die Platzierung bei der 2. KBÜ in Hamburg bei der 1x – Rangliste. Um einen der limitierten Startplätze für die Rangliste in Hamburg zu bekommen, müssen bei den vorherigen Regatten gute Platzierungen erreicht werden. Durch den fehlenden Start in Krefeld konnte ein Startplatz noch über die Platzierung bei der Regatta in München gesichert werden. Am 4. Und 5.5.24 gingen Jakob und Max auf der Regattastrecke in Oberschleißheim im 1x und im 2x an den Start. Max konnte im 1x einen 3. Platz im B-Finale erreichen. Jakob hatte leider immer noch mit Nachwirkungen des Infekts zu kämpfen, so dass es für keine nennenswerte Platzierung reichte. Im 2x wurden die Beiden am Sonntag 3. Max gute Platzierung hätte bereits für einen Startplatz bei der Rangliste in Hamburg gereicht. Da Jakob aber noch keine gute Leistung im 1x vorweisen konnte, musste außerplanmäßig noch die Regatta in Brandenburg als Umweg „mitgenommen“ werden, um dort eine gute Platzierung vorzuweisen. Normalerweise findet zeitgleich die Juniorenregatta in Fühlingen statt. Diese musste aufgrund des kaputten Albanosystems aber leider abgesagt werden. Also starteten Jakob und Max unter Begleitung und Ausfischt von Flo am 17.05.24 in Richtung Brandenburg. Hier konnten Max im 1x und Max mit Jakob im 2x am ersten Renntag Siege errudern. Am zweiten Tag wurden die leistungsstarken Ruderer basierend auf den Ergebnissen des Vortages auf die Läufe verteilt. Hier hat es für keinen Sieg gereicht.

Nun hieß es zunächst abwarten und hoffen, dass die gezeigten Leistungen nicht nur für Max, sondern auch für Jakob für einen Startplatz bei der Rangliste in Hamburg reichen würden. Mit mehr als einem zugedrückten Auge seitens des Nationaltrainers und einem Bonus aufgrund der guten Leistungen des Vorjahres, bekam nicht nur Max, sondern schließlich auch Jakob einen Startplatz für die Rangliste.

Vom 31.05.-02.06. zeigten Max und Jakob dann ihre Leistungen in Hamburg. Beide wurden im Vorlauf der Ranglistenrennen 2. Im Zwischenlauf konnte sich Max durch einen 3. Platz für das B-Finale qualifizieren, in dem er 5. wurde. Insgesamt belegt er somit Platz 11 der Rangliste der deutschen Skuller im A-Juniorenbereich. Jakobs Kräfte reichten nicht mehr für Höchstleistungen in den weiteren Rennen. Er wurde 6. im C-Finale und landet somit insgesamt auf Platz 18. Am Sonntag werden in Hamburg von den Bundestrainern gesetzte Großboote gefahren. Hier wurde Max mit dem 12.-Platzierten in einen 2x und einen 4x gesetzt. Beide Konstellationen erwiesen sich aber nicht als erfolgsversprechend, so dass diese nicht bei den nun anstehenden DJM in Essen gefahren werden sollen. Jakob ging nicht im Großboot an den Start.

Der Bundestrainer macht basierend auf den Ergebnissen der Saison und nach Rücksprache mit den Heimtrainern Vorschläge für Bootsbesetzungen für die DJM. Dieses Saisonhighlight findet wie eingangs erwähnt dieses Jahr erneut in Essen vom 20.06.-23.06.2024 auf dem Baldeneysee statt. Max und Jakob wurden für einen 4x in Renngemeinschaft mit Potsdam und Dresden vorgeschlagen. Dieser 4x hat die Chance den 3. vom Nationaltrainer gesetzten 4x anzugreifen und um Bronze zu kämpfen. Jakob möchte sich nun voll und ganz auf den 4x konzentrieren und seine Kräfte in dieser Bootsklasse einsetzen. Max wird darüber hinaus voraussichtlich im 1x an den Start gehen. Meldeschluss und die finale Entscheidung hierfür ist der 12.06.24. Im Gegensatz zum letzten Jahr gibt es keine nach Jahrgängen besetzen 4x, so dass sich anhand der Besetzungen keine konkreten Pläne für mögliche Besetzungen des Baltic-Cups ablesen lassen können. Hier starten immer die jüngeren A-Junioren Jahrgänge, zu denen Max dieses Jahr noch gehört. Für Max sind also noch Chancen für eine Setzung beim Baltic-Cup vorhanden. Nächstes Jahr steht für ihn auch noch eine komplette Saison mit allen Möglichkeiten als A-Junior auf dem Programm. Den Traum von Jakob, sich für die U19-Nationalmannschaft in Kanada zu qualifizieren, haben der verschleppte Infekt und die immer noch vorliegenden Nachwirkungen leider zunichtegemacht. Eine Setzung ist sehr unwahrscheinlich. Nächstes Jahr wechselt Jakob dann in die U23-Altersklasse.

Jetzt heißt es erstmal Daumen drücken, dass alle gesund bleiben und gute Ergebnisse bei der anstehenden DJM in Essen erzielen!

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