Wanderfahrt in Mirow 2025
Kleine Mecklenburger Seenplatte vom 22. bis 29. Juni 2025

Die Wanderfahrt fand unter Leitung von Janet Beckmann statt, die die komplette Planung und Organisation übernommen hatte. Ursprünglich mit 15 Teilnehmern geplant, musste ein Ruderer aus gesundheitlichen Gründer in letzter Minute absagen. Die vom Ruderclub „BlauWeiß“ angemieteten drei „Vierer mit Steuermann“ konnten somit beibehalten werden, mit der Einschränkung, dass eins der Boote, in diesem Fall ein Holzklinkerboot durchgängig „mit Loch“ gerudert wurde.
Am Sonntag, den 22.06.25 (Tag der Anreise) trafen sich alle Teilnehmer zum Abendessen und einer Tourenvorbesprechung im Landhotel „Am Peetscher See“, um sich dann, zu vorgerückter Stunde, auf die Zimmer des Hotels, aber auch auf mitgeführte Wohnmobile (Gelände des Ruderclubs „BlauWeiß“ in Mirow bzw. des Landhotels zurückzuziehen).
Die überwiegende Zahl der Teilnehmer,11 an der Zahl, waren „alte Hasen“, und kannten sich bestens mit den örtlichen Gegebenheiten und den Routen auf den Gewässern aus. Nur drei Ruderer kamen als Novizen zu dieser Wanderfahrt. Aber auch sie wurden schnell mit den Gewässern vertraut, nicht zuletzt dank der freundschaftlichen „Einhegung“ durch die Erfahreneren, Die ersten beiden Rudertage dienten mehr oder weniger der Wiedereingewöhnung, insbesondere für diejenigen, die schon längere Zeit pausiert hatten.

Montag, 23.06.25
Bei zeitweise starkem Gegenwind, insbesonders auf den Seen, ging es von Mirow über den Vilzsee, Zethersee, Schwarzsee, nach Schwarz. Der Gegenwind machte auf dem Vilzsee heftig zu schaffen. Wegen
weit in den See ragender Stellnetze -war auch auf anderen Seen anzutreffen- konnte nicht immer dicht
unter Land gefahren werden, um den Gegenwind halbwegs abzumildern. In Schwarz wurden die Boote über Nacht abgelegt. Die Rückfahrt nach Mirow erfolgte dann in einem von unserem Landhotel organisierten Kleinbus, der uns dann später, im Verlauf der Woche, immer bei Bedarf zur Verfügung stand.
Dienstag 24.06.25
Bereits am Vortag ich hatten sich Gewitter angekündigt, die dann in der Nacht zum Dienstag losbrachen mit entsprechenden Regenfällen. Somit mussten anderntags die Boote erst einmal gedreht werden. Anschließend ging es dann bei durchwachsenem Wetter auf dem gleichen Wasserweg wie vortags nach Mirow zurück.

Mittwoch 25.06.25
Von Mirow nach Zietlitz (Mittagspause) über Mirower See – Granzower Möschen – Kotzower Seen (Seerosenparadies)-Leppinsee. Beim Durchfahren der Kotzower Seen (verengtes Fahrwasser) und für Motorboote gesperrt (Ausnahmen bestätigen die Regel!) wurden wir rechts und links von Seerosen eingesäumt, ein Anblick und Genuss, den man nicht so schnell vergisst.. Nach dem Mittagessen bei Paddel Paul bei Zietlitz ging es dann auf gleichem Weg zurück nach Mirow.
Donnerstag 26.06.25
Gemeinschaftsausflug zum Luftfahrttechnischen Museum in Rechlin. Das Luftfahrttechnische Museum Rechlin befindet sich im historischen Gebäudeensemble der Erprobungsstelle der Luftwaffe des III. Reiches – Gruppe Nord. Diese Gebäude wurden nach 1945 von den sowjetischen Streitkräften in Deutschland genutzt und mit deren Abzug im März 1993 freigegeben. Beindruckend war die Anzahl und Typen der ausgestellten Flugzeuge. Hier reichte die Palette von sowohl westlicher, insbesondere aber östlicher Bauart. In Erinnerung blieben der Nachbau einer DO335, des Lastenseglers DFS-230 A, des Schulgleiters SG 4 und verschiedene MIG-Typen. Zum geringen Teil waren auch Boote und Landfahrzeuge, überwiegend militärisch, ausgestellt.

Freitag 27.06.25
Bedingt durch die Abreise zweier Mitruderer am Donnerstag, wurden an den letzten Tagen nur noch 2 Boote genutzt. Am Freitag ging es von Mirow über den Zotzensee zur Fleether Mühle. Am Filzsee, Ecke Fleeth, kam starker Westwind auf, verbunden mit, begünstigt durch die große Wasserfläche, schnell wachsenden Wellen. Für Ruderboote eine unangenehme Situation, Dicht unter Land war das dann aber kein Problem, und bei der Einfahrt nach Fleeth waren Wind und Wellen schnell vergessen. Die Boote
wurden in Fleether Mühle abgelegt, das Mittagessen eingenommen und dann ging es zurück per Kleinbus nach Mirow, wobei 5 Leute einen 1 1/2-stündigen Fußmarsch zum Hotel vorzogen.
Samstag 28.06.25
Anderntags ging es von der Fleether Mühle mit einem Abstecher zum Peetschsee zurück Richtung Mirow. Bereits am Vortag hatte sich das bevorstehende Wochenende durch erhöhtes „Verkehrsaufkommen“ auf
dem Wasser, aber auch an den Anlegestellen bzw. Stränden angekündigt. Hier machte sich die Nähe zu Berlin, möglicherweise auch erste Schulferienbeginne bemerkbar. An Mirow vorbei ging es dann weiter bis Granzow zur Mittagspause und dann nach Mirow zurück. Die Boote wurden gründlich gereinigt, der Vereinsverwalterin übergeben und anschliessend eingehallt.

Einige Besorgungen wurden in Mirow noch gemacht, seitens unseres Hotels war für ein gutes Abendessen gesorgt bei dem in der Gruppe die vergangenen Tage noch einmal rekapituliert wurden, was mit der Feststellung endete: Bald einmal wieder, möglichst im nächsten Jahr!
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Die ungemeine Ruhe ausströmende Natur, sowohl an Land als auch auf dem Wasser, ließ bestimmt jeden der Teilnehmer sehr bald innerlich zur Ruhe kommen und Abstand zum Tagesgeschehen nehmen, nur von dem nahegelegenen Rockfestival auf dem Flugplatzgelände in Rechlin in leichte Schwingungen versetzt zu werden.
Gerhard Mertel









