Erfolge bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2026

Erfolge bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2026

Vier Mal Bronze  für den WSVG in Krefeld

Vom 25. bis 28. Juni 2026 fanden die deutsche Junioren (U17/U19) – und die deutsche Jahrgangsmeisterschaft (U23) auf dem Elfrather See in Krefeld statt. Ursprünglich auf dem Baldeneysee in Essen geplant, musste der Ausrichter, der ERRV, einige Wochen vor der Regatta den Austragungsort nochmal ändern. Grund: Zu starker Algenbewuchs und dadurch möglicherweise unfaire Bedingungen auf dem Baldeneysee.

Dieses Jahr ging der WSVG in kleiner Besetzung an den Start. Thalia Frick und Max Thiele starteten beide das erste Mal im U23-Bereich. Thalia ging in den Bootsklassen Frauen-Vierer mit Steuerperson (SF 4+), Frauen-Vierer-Ohne (SF 4-) und Achter mit Steuerperson (SF 8+) an den Start. Für Max ging es in den Bootsklassen Männer-Einer (SM 1x) und Männer-Doppelvierer (SM 4x) in den Kampf um Medaillen.

Bereits im Vorfeld nahmen die beiden an unterschiedlichen Qualifizierungsmaßnahmen des DRV teil und zeigten dort starke Leistungen, so dass beide in den entsprechenden Bootsklassen (Thalia im 8+ und Max im 4x) aufgrund ihrer Ergebnisse in das 3. Vom Bundestrainer vorgeschlagene Boot gesetzt wurden. In diesen Bootsklassen war die Bronzemedaille also realistisch und wurde vom Bundestrainer bzw. dem jeweiligen Disziplintrainer, erwartet. Max wurde zunächst für eine Besetzung im 2x vorgeschlagen. Mit dem vorgeschlagenen Partner erruderte er bereits auf verschiedenen Regatten und bei Leistungsüberprüfungen gute Ergebnisse. In Abstimmung mit den Trainern und dem Disziplintrainer entschied sich Max aber für einen Start im 1x, was sich im Ergebnis als sehr gute Entscheidung herausstellte.

Aufgrund der angekündigten Hitze wurde das Qualifikationssystem der Regatta im Vorfeld bereits umgestellt, um Rennen einzusparen und die Startzeiten in die Morgenstunden verlegen zu können. So wurden sämtliche Bahnverteilungsrennen und Hoffnungsläufe gestrichen. Für Max bedeutete das: Nach einem 2. Platz im Vorlauf am Donnerstag im 1x der direkte Einzug ins Halbfinale am Freitag. Im Halbfinale am Freitag landete Max souverän auf dem 2. Platz, was ihm den Einzug ins Finale am Samstag sicherte.

In allen Rennen von Thalia und auch im 4x bei Max gab es nach der neuen Regelung jeweils nur das Finale am Samstag. Diese Rennen wurden zeitlich nach vorne gezogen und der Zeitplan insgesamt gestaucht, so dass sowohl Thalia als auch Max nur noch kurze Abstände zwischen den Rennen hatten. Thalia startete am Samstag – dem Finaltag im U23-Bereich- in insgesamt 3 Rennen auf der 2000m-Distanz innerhalb von 6 Stunden. Allein schon diese Leistung verdient Respekt bei Temperaturen von über 30 Grad.

Im 1. Rennen, dem Vierer mit Steuerfrau konnte sie mit ihrer 2er-Partnerin Charlotte Hentschel von der BRG und Mitstreiterinnen aus Magdeburg überzeugen und einen 3. Platz belegen. Kurze Zeit später reichte es in der olympischen Bootsklasse, dem 4- „nur“ für Platz 4. Im 8+ erruderte Thalia mit ihren Kameradinnen aus ganz Deutschland ebenfalls einen 3. Platz.

Max lieferte im Finale des Männer 1x ein sensationelles Rennen ab. Angefeuert von Trainern und Familie hängte er im Endspurt einige Gegner ab und erruderte sich die verdiente Bronzemedaille. Kurze Zeit später erfüllte er auch im 4x die Erwartungen und sicherte sich zum 2. Mal Bronze.

Herzlichen Glückwunsch zu diesen außergewöhnlichen Leistungen!

Cora Berger

Die Kommentare sind geschlossen.