U23 EM in Polen mit – Max im Deutschland-Trikot

Am 5. und 6. September 2026 fand die Europameisterschaft der Altersklasse U23 im Rudern im polnischen Kruszwica statt.
Mit dabei: Max Thiele im Männer Doppelvierer.
Während der Rudersaison finden für jede Altersklasse entsprechende Kaderüberprüfungsmaßnahmen statt, deren Ergebnisse in eine Gesamtwertung zählen. Über die einzelnen Regatten und Maßnahmen (Langstrecken, Ergotest, weitere Regatten) wurde bereits im Laufe des Jahres berichtet. Die Besten RuderInnen in jeder Altersklasse qualifizieren sich über die Ergebnisse bei den Maßnahmen, oder Siege in den Klein- und Mittelbootklassen bei den DJM, für die Nationalmannschaft und somit einen Start bei der Weltmeisterschaft. Einige Athleten verzichten auf einen Doppelstart bei WM und EM, bzw. sehen die Trainer teilweise bewusst den Start von Nachwuchsmannschaften bei der EM vor.
Max hat dieses Jahr seine erste Saison in der Altersklasse U23 absolviert, die vier Jahrgänge umfasst. Aufgrund der Abiturprüfungen konnte er nicht an allen Kaderüberprüfungsmaßnahmen teilnehmen, was ihm im Gesamtranking einen Abzug brachte. Bei den DJM überzeugte er mit einem 3. Platz im Einer und im Doppelvierer, so dass sich der Bundestrainer dafür entschied die gesamte Besetzung des Doppelvierers für die EM zu nominieren.
Das bedeutete zunächst: Knapp zwei Wochen Vorbereitung mit vielen Mannschaftsbooten der Nationalmannschaft in Ratzeburg. Dort wurden viele gemeinsame Kilometer bei wechselhaften Bedingungen gerudert. Der Umzug nach Oxford zum Studium wurde nach hinten geschoben.
Auch die Bedingungen in Kruszwica zeigten sich nicht von der besten Seite. Aufgrund des starken Windes wurden die Vorläufe am Samstag als Time-Trials ausgefahren. D.h. alle Boote eines Rennens starteten auf der gleichen Bahn zeitlich versetzt hintereinander. Eine Platzierung lässt sich im Rennen also nur grob erahnen. Der 4. Platz im Vorlauf reichte leider nicht für einen Einzug in das A-Finale. Am Sonntag wurde Max im Bug des deutschen 4x mit seiner Mannschaft 3. Im B-Finale, also 9. in der Gesamtwertung. Auch wenn sich die Mannschaft vielleicht mehr erhofft hatte, kann sie stolz auf die Teilnahme an einer international so stark besetzten Regatta sein. Für Max werden sich in den nächsten Jahren hoffentlich noch mehr Chancen ergeben Deutschland international repräsentieren zu dürfen.
Jetzt wünschen wir Max viel Erfolg und viele tolle Erfahrungen bei seinem Studium an der Oxford Brookes University.
Cora Berger