Lahn-Wanderfahrt 2026

Lahn-Wanderfahrt 2026


4. bis 6. September 2026 – bestens organisiert von Steffi Furch

Der Start war eigentlich schon am Vorabend, also am Donnerstagabend. Für mich war es das erste Mal: Das Abriggern und das Verladen der Boote. Als ich um 20:15 Uhr am Bootshaus ankam, herrschte dort schon reges Treiben, bei bester Stimmung. Die meisten Boote lagen auf den Böcken, überall wurde abgeriggert, die Rollsitze in Boxen verpackt, die entsprechenden Skulls in Position gebracht, evtl. fehlende Steuerblätter gesucht, ebenfalls in Position gebracht, dazu die 10 Schwimmnudeln, 10 Piddelhaken, 5 Fahnen. Das gesamte Equipment wurde mehrfach durchgezählt, nichts durfte vergessen werden. Glücklicherweise lief ich direkt in Kathrins Arme, der Obfrau „meines Bootes“, der Bernstein, und wurde ebenfalls ins Abriggern eingewiesen.

Um 21:45 Uhr waren dann alle 5 Ruderboote, Skulls, Schwimmnudeln, Ausleger, Steuersitze, Rollsitze, der Proviant, mit dem Schleusenbier, Doppelkeksen, Käsewürfeln, Äpfeln, Nüssen, Studentenfutter uvm. verladen. Der Vereinsbus war vollgetankt und die Mannschaft in bester Laune und Vorfreude.

Freitag, 16 Uhr Treffpunkt Bootshaus, Abfahrt nach Laurenburg an der Lahn

Dort angekommen, wurden wir von Ralf Lehr gut gelaunt/fröhlich empfangen und direkt startete das Abladen der Boote, Skulls, Schwimmnudeln, Ausleger, Steuersitze, Rollsitze, sämtlichen Equipments und des Proviants. Da die Ruderroute aufgrund von einer Vereinsregatta in Limburg umgeplant werden musste – wir wollten dieses Mal am Samstag von Laurenburg nach Diez und zurück rudern – konnten wir am Freitagabend schon vor Ort die Ruderboote wieder aufriggern. Anschließend wurden die Zimmer bezogen und es folgte ein gemütlicher Ausklang mit Paella und spanischen Klängen auf der Terrasse unserer Unterkunft, dem Gasthof „Zum Lahntal“. Die Wetterprognose für die nächsten 2 Tage deutete bestes Ruderwetter an.

Samstag, 8:30 Uhr Treffpunt bei den Booten, die, noch nass vom Regen in der Nacht, eins nach dem anderen durchgedreht und trockengewischt wurden. Gegen 10 Uhr waren dann alle auf dem Wasser in Richtung Diez. Der Nebel hatte sich verzogen, und die wohltuenden Sonnenstrahlen erwärmten die Luft und die Gemüter. Ich hatte das Glück mit Steffi als Steuerfrau und drei erfahrenen, hochmotivierten Rudernden in einem Boot zu sitzen. Zügig kamen wir voran und dank Steffis unermüdlicher Geduld, mich bei Rhythmus und Technik zu unterstützen, konnte auch ich bald dem vorgegebenen Takt der Schlagfrau gut folgen. Ein Gefühl des über das Wasser Gleitens trat ein.

Recht schnell erreichten wir die erste Schleuse „Scheidt“. Es dauert ein wenig, bis sich alle 5 Boote an einer guten und sicheren Position in der Schleuse befanden. Nach dem Schließen der Schleusentore wurde das Wasser mit lautem Getöse, kräftigem Druck und mit einer entsprechenden Strömung in die Schleusenkammer eingelassen. Kurz vor dem Verlassen der Schleuse bedankten wir uns noch lautstark beim Schleusenwärter und weiter ging die Rudertour. Es folgte ein weiteres Hochschleusen bis wir nach ca. 19 km Diez im Trubel eines Partyschiffes erreichten. Da es für uns dort zu unruhig und zu laut war, haben wir uns direkt auf den Rückweg gemacht. In Balduinstein gab es eine Möglichkeit mit fast allen Booten anzulegen, um dort in einem Bistro am Wasser eine Kleinigkeit zu essen, oder etwas zu trinken. Anschließend folgten die zwei Schleusen, wobei das „Runterschleusen“ wesentlich unspektakulärer war. Nach insgesamt 38 km waren wir dann glücklich wieder im beschaulichen Laurenburg, wo uns Hartmut und Udo erwarteten und von der Terrasse zu winkten.

Nachdem alle Boote und sämtliches Equipment wieder auf der Wiese am Ufer lagen, haben wir auf diese erfolgreiche Tour mit einem köstlichen Bierchen angestoßen. Der Abend auf der Terrasse verlief ruhig. Es gab doch einige erschöpfte Gestalten, die sich relativ früh Richtung Zimmer bzw. ins Bett verabschiedet haben. Am Sonntag starteten wir um 9:00 Uhr. Noch lag der Nebel auf der Lahn, aber die Sonne setzte sich immer weiter durch, sodass die Nebelschwaden langsam aufstiegen und wir bald klare Sicht und Sonnenschein hatten. Dieses Mal ging es Lahn-abwärts Richtung Nassau. Nach ca. 7 km kam die erste Schleuse, welche wir bei strahlendem Sonnenschein passierten. Dann ging die Tour noch ca. 4 km weiter bis direkt vor die Schleuse und dem Hafen Hollerich. Hier haben wir eine gemütliche Pause eingelegt, uns die mitgenommenen Snacks, wie Käsewürfel, Nüsse, Haribos, Äpfel uvm. schmecken lassen, um anschließend wieder zurück nach Laurenburg zu rudern. Nach 23 geruderten Kilometern, gegen 15 Uhr dort angekommen, folgte erneut ein gemeinsames Abriggern, Verpacken und Verladen. Bei der Rückfahrt zum Bootshaus haben wir uns leider noch etwas verfahren, wurden aber Dank einheimischer Unterstützung über Feldwege Richtung A 3 manövriert.

Um 18 Uhr zurück am Bootshaus wurde ein letztes Mal gemeinsam abgeladen, die Boote mit den Skulls und den Steuerblättern gründlich geputzt, aufgeriggert und an ihre Plätze getragen. Gerade für uns AnfängerInnen war es eine super gelungene Wanderfahrt. Ein großer Dank geht an Steffi für die gute Organisation, ihre große Hilfsbereitschaft und ihr großes Einfühlungsvermögen in die Organisations- und Improvisationskunst unseres Hotelwirtes.

Fest steht: Die nächste Lahnfahrt kommt, der Termin ist schon reserviert. Steffi: wir freuen uns!

Ahoi, Anja Siedenburg

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