WSVG

WSVG

Der Wassersportverein Godesberg (WSVG) ist ein Ruderverein, direkt am Rhein gelegen, mit Tradition. Bereits seit 1909 wird in Rüngsdorf gerudert. Das Bootshaus mit Blick auf Königswinter und den Drachenfels liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Freibad.

Die Aufnahme neuer Teilnehmer für die Anfängerausbildung (Erwachsene) im Jahr 2026 ist abgeschlossen. Neue Bewerbungen sind ab Januar 2027 möglich.
Weitere Infos unter ==> Ruderkurse/Anfänger

Früh schon waren die Godesberger Ruderer erfolgreich auf nationalen und internationalen Regatten, obwohl der Rhein kein ideales Trainingsrevier bietet. Heute hat der Verein ca. 300 aktiv rudernde Mitglieder im Alter von 13 Jahren bis
über 80 Jahren. Dazu kommen noch etwa 50 Jugendliche der Schülerruderriegen des Alloisiuskollegs und des Amos Comenius Gymnasiums, beide in Bad Godesberg ansässig. So sind fast täglich Boote des WSVG auf dem Rhein zu sehen.

Die Hausstrecke führt von Rüngsdorf bei Rheinkilometer 646,5 rheinaufwärts vorbei an Mehlem zur Insel Nonnenwerth. Dabei sind etliche Kribben zu umfahren. Es wird dann in ruhigem Fahrwasser vorbei an der Insel Nonnenwerth bis zur Südspitze gerudert, aber vielfach geht es auch weiter nach Oberwinter oder Unkel.


  • Max Thiele bei der U23-EM

    Am Wochenende 5./6. Sepmteber 2026 findet die U23 Ruder EM im polnischen Kruszwica statt.

    Aufgrund seiner guten Leistungen in dieser Saison und vor allem bei den diesjährigen DJM (3. Platz im 1x, 3. Platz im 4x) wurde Max mit der 4x-Mannschaft von den DJM für die U23-Europameisterschaft nominiert.

    Die letzten 2 Wochen hat sich Max bei der UWV (unmittelbaren Wettkampfvorbereitung) in Ratzeburg intensiv auf das Event vorbereitet. Bei wechselhaften Bedingungen fand der Doppelvierer bei vielen gemeinsamen Kilometern auf den Ratzeburger Seen zusammen.

    Am Wochenende ist es nun so weit: Samstag finden die Vorläufe statt. Diese können über den Livestream auf eurovisionsport.com mitverfolgt werden. Voraussichtliche Startzeit: 10:55 (Vorlauf 1) oder 11:00 (Vorlauf 2).

    Am Sonntag finden die Finalläufe statt.

    Wir wünschen Max und seiner Mannschaft viel Erfolg!

    Update vom 05.09.2026:
    Aufgrund des starken Windes in Kruszwica wurden die Vorläufe heute als Time -Trials ausgefahren. D.h. alle Boote starteten auf der selben Bahn hintereinander weg. Mit einem 4. Platz im Vorlauf konnte sich Max mit seiner Mannschaft nicht für das Finale A qualifizieren. Er wird am Sonntag, 06.09.2026, um 8:40 im Finale B starten.

    Das Rennen kann im Livestream verfolgt werden.

  • Sommerplan 2026

    Dienstag18:00Hanteln TrainingsmannschaftFlorian Heesen, Cora Berger
    18:00Rudern Erwachsene und
    Ausbildung Erwachsene
    (Deadline Einteilung ab 01.09. 18:00 Uhr)
    Nicolai Grandisch
    19:00Clubabend – Jour FixRossi al Fiume
    20:00Allgemeine Fitness/Gymnastik für Senioren
    Turnhalle Robert-Koch-Schule
    Ilse Sonnenburg-Hannemann
    Mittwoch14:00Rudern ErwachseneNicolai Grandisch
    17:00Rudern Jugend und Trainingsmannschaft
    Donnerstag15:00Schülerrudern Ako
    18:00Hanteln / Ergo Verein Trainingsmannschaft
    18:00Rudern Erwachsene und
    Ausbildung Erwachsene
    (Deadline Einteilung 18:30)
    Christiane Jarsing,
    Ralf Lehr
    Freitag14:00Rudern für Wiedereinsteiger
    und Anfänger
    Ralf Lehr
    15:00Verabredete Mannschaften
    Insel oder Verein: Trainingsmannschaft
    Samstag14:00Rudern Jugendliche
    und Erwachsene
    Arnd Riemenschneider
    Sonntag09:00Trainingsmannschaft in Fühlingen
    10:00Rudern Erwachsene (Langstrecke)*Jens Reppahn,
    Nicolai Grandisch

    *Langstrecke bedeutet, dass ohne weitere Absprache eine Fahrt nach Unkel erwartet werden sollte. Der Sonntagstermin richtet sich daher vornehmlich an Mitglieder mit etwas Erfahrung und Kondition.

    Stand 30.8.2026

  • Bootstaufe „Avanti“

    Am Samstag, 15. August 2026, konnte der WSVG wieder ein neues Boot taufen. Thalia Frick, unsere Deutsche Meisterin im Achter in der Offenen Klasse, taufte den neuen Renn-Einer von Empacher auf den Namen „Avanti“. Das Boot soll sie zu, hoffentlich, weiteren Erfolgen tragen. Wir wünschen viel Erfolg und natürlich immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel! (Auch wenn das auf dem Rhein zur Zeit der Taufe leider immer schwieriger zu finden war…)

    Das Taufwasser floss diesmal aus einem besonderen Pokal. Der Pokal wurde 100 Jahre vor Thalias Einstieg ins Wettkampfgeschehen vergeben, nämlich 1925, bei der Siebengebirgsregatta. Er ging damals für den Sieg im Einer an den Schweizer Josef Schneider von See-Club Luzern. Dieser war in den 1920er-Jahren recht erfolgreich. So war er 1924 Europameister in Zürich und gewann bei den Olympischen Spielen in Paris die Bronzemedaille im Einer. 1925 war er in Prag Vizeeuropameister hinter dem Niederländer Pieterse. Im Folgejahr 1926 wurder er wiederum Europameister in Luzern.

    Josef Schneider starb 1966. Der Pokal blieb in der Schweiz. Dort fand ihn Monika Bichsel auf einem Flohmarkt. Über die Ortsbezeichnung „Bad Godesberg“ in der Gravur fand sie unseren Verein und kontaktierte den Vorsitzenden Andreas Bartsch. Sie hat uns den Pokal geschenkt, leider konnte sie ihn nicht persönlich übergeben. An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön!

    Der Pokal wird einen Ehrenplatz in unserer Vitrine erhalten.

    Vielen Dank an Alfred Schmelzeisen für die Fotos.

  • WSVG-Erfolge bei der Euromasters Regatta in München

    Sie kam, sah und siegte…

    Sie“ Cora Berger – hatte im Vorfeld Probleme: Ihr Partner für den Mix-Zweier sagte ab, ein Boot wurde noch gesucht. Die Honnefer kamen erst am ersten Renntag, da war das Mix-Rennen im 2xB schon vorbei. Immerhin wurde ein Partner gefunden: Tom Snelinski vom RC Sorpesee. Mit dem hat Cora vor vier Jahren bei einem Trainingslager in Frankreich im Vierer gesessen… Das ist jetzt nicht die ultimative Vorbereitung, im Doppelzweier kommt es auf Präzision im Bewegungsablauf und absolute Synchronität an, die kommt selbst bei guten Ruderern nicht bei einer Ausfahrt zustande. Aber: Es waren immerhin alle Rollsitze besetzt.

    Sie kam…“ im Rahmen einer Familienreise und hoffte, dass noch ein Boot gefunden wird. Am letzten Tag vor dem Rennen nach vergeblichen Telefonaten und Nachfragen, hörte ich nichts mehr, dachte: Es hat wohl geklappt. Da kam 18:27 die Mail weitergeleitet von einer anderen Adresse: „Habt Ihr morgen früh einen Doppelzweier, möglichst leicht, zur Verfügung?“ Es war also nichts klar.

    Ich war gerade im Hotel angekommen. Jetzt half nur einer: Johannes Flicker aus Herford, mit dem ich am nächsten Tag einen Doppelvierer fahren sollte, ist bei Filippi nebenberuflich Repräsentant und Verbindungsmann zur Mastersfamiliy. Eine halbe Stunde später war es klar: Ein nagelneuer 2x wartet ab 8 Uhr auf Cora und ihren Partner. Das Ausleihen von Booten ist bei den Masters untereinander gegen einen kleinen Obolus durchaus üblich – man kennt sich, man hilft sich und für 4 Minuten bekämpft man sich. Beim professionellen Verleiher ist der Obolus deutlich höher, aber das half ja nun nichts.

    Sie sah…“ – 8:00 Uhr, erster Regattatag. Cora sieht Ihren Partner und sieht das weiße Flaggschiff, die speziellen Öffnungsclicks an den Schuhen sind schnell erklärt. Bugnummer ist montiert. Die Familie sucht noch den Parkplatz in dem riesigen Gelände der olympischen Regattastrecke (1972) als es 8:30 heißt: „Stoßt ab“. Schlagaufbau, Zusammenfinden, ein paar schnelle Schläge, ein Start zur Übung.

    Sie siegte…“ 9:15: „Attention – Go!“. Kontinuierlich geht es voran, das Boot schiebt sich immer etwas weiter vor die anderen. Am Beginn der endlos langen Tribüne (bei 750m) dreht Tom nochmal auf, es wird hart am Schluss, aber keiner kommt mehr an den beiden vorbei und im Ziel ist es fast eine Länge.

    Hipphipphurra! 9:27 Anlegen am Siegersteg. 9:40 Boot zurück, Fototermin – inzwischen ist auch Stefan mit den Kindern da.

    10:00 Abfahrt, Fortsetzung der Familienreise. So schnell kann es bei den Masters gehen. Glückwunsch!

    Und Cora ist ihren Schützlingen in der Trainingsmannschaft wieder einmal mit bestem Beispiel vorangegangen.

    Am nächsten Tag startet Andreas Bartsch mit seinen Kieler Ruderfreunden vom Ersten Kieler Ruderclub (EKRC) im Achter I (=ü75). Als „Gäste“ sind außerdem Ruderer aus der Schweiz und Berlin im Boot. Mit den Kielern bin ich oft zusammen gefahren, ist aber mehr als zehn Jahre her. Die Stimmung war vor dem Start leicht angespannt: Die sieggewohnten Kieler hatten am Vortag die etwas jüngere Achterkategorie nicht gewonnen. In diesen Sphären wird selten von einem „guten zweiten Platz“ gesprochen. Da ist „nicht gewonnen“ gleichbedeutend mit „verloren“.

    Konzentration auf dem Weg zum Start. Eine Ehrenrunde in der Warming-Up-Zone. Start klappt gut, wieder geht es Schlag für Schlag voran und bei 250m ist klar: Wir sind vorne und wir bauen den kleinen Vorsprung aus. Bei 750m (Tribüne!) ist klar: Wir sind eine Länge vorn, das kann uns keiner mehr nehmen. Anders als in den kleinen Booten, wo durchaus ein geballter Endspurt das Boot eine oder zwei Längen nach vorne katapultieren kann, ist der Achter träge. Ein Spurt bringt vielleicht 2 Meter, aber keine Bootslänge. Auf 1000m ist das ganze Rennen Spurt. Die „Gegner“ waren bundesweit bekannte, prominente Ruderer. Diesmal war dort die Stimmung gedrückt und für die Kieler war die Welt wieder in Ordnung. Und ich froh, dass der seit einem Jahr laufende „Wiedereinstieg“ in die 1000m-Szene gut verkraftet und sogar mit dem Sieg gekrönt wurde.

    Am letzten Tag hat dann noch WSVG-Olympionike (1972 München) Arthur Heyne im Doppelvierer H seine Medaille am Siegersteg abgeholt (gestartet allerdings für seinen französischen Heimatverein ASR).

    Andreas Bartsch

    Euro Masters Regatta

    Die Euro Masters Regatta wurde in München zum ersten Mal 1998 ausgeschrieben und fand alle fünf Jahre statt, wenn die World Masters Regatta außerhalb von Europa war. Damit war eine internationale Spitzenregatta auch für die Ruderer angeboten, für die der Aufwand, auf einen anderen Kontinent zu fliegen, zu groß ist. Seit 2021 wechseln sich Bled (Slowenien) und München als Austragungsorte ab. Im nächsten Jahr wird Kopenhagen der Austragungsort sein. Die Euro Masters Regatta ist immer im frühen Sommer, die World Masters Regatta in der zweiten Septemberwoche. Die Masterskategorien beginnen mit dem Alter 27 (A), dann 36, 43, 50 (D), ab dann im Fünfjahrestakt bis 80 (J), dann weiter im Dreijahrestakt. Die Streckenlänge ist 1000m.

  • Starke Präsenz des WSVG bei der Triplemeisterschaft in Krefeld

    Die „Triple-Meisterschaft“ besteht aus der deutschen Großbootmeisterschaft (DGM) (alle Bootsklassen größer 1x und 2-), der offenen deutschen Mastersmeisterschaft (ODMM) (offen bedeutet hier, dass auch nicht-deutsche Teilnehmer antreten dürfen) und der deutschen Hochschulmeisterschaft (DHM).

    Zwei Wochen nach den Jahrgangsmeisterschaften fand die Triple-Meisterschaft vom 10. bis 12.07.2026 ebenfalls in Krefeld statt. Diesmal wurden allen Rennen „nur“ auf der typischen Masters-Distanz, den 1000 m, ausgefahren. Besonders die Rennen der offenen Klasse waren dieses Jahr sehr stark besetzt. Aber auch das Niveau im Masters-Bereich war sehr hoch. Aufgrund der Vielzahl an Rennen, die über 3 Tage gefahren werden müssen, gibt es – je nach Anzahl der Meldungen – Vorläufe und Finalläufe.

    Der WSVG war insgesamt mit 8 Sportlern aus unterschiedlichen Altersklassen vertreten.

    Das erste Rennen bestritten Florian, Max, Thalia und Cora im Mixed 4x der offenen Klasse am Freitagnachmittag. In dem 16 Mannschaften starken Feld musste im Vorlauf ein 2. Platz erreicht werden, um sich für das Finale zu qualifizieren. Das gelang.
    Es folgte der Vorlauf von Florian und Julius im Master Männer Doppelzweier Altersklasse B (36+). Auch hier gelang die Qualifikation für das Finale. Für Max und seinen 2x Partner reichte es im Männer Doppelzweier der offenen Klasse mit Platz 3 leider nicht für das Finale.

    Samstag um 8 Uhr startete die Regatta mit dem Finallauf des Mixed 4x. In einem sehr stark besetzten Feld konnte sich die Trainer-Athleten-Crew über einen starken Endspurt in einem Foto-Finish die Bronzemedaille sichern. Die Boote mit den Platzierungen 2-4 kamen innerhalb von einer Sekunde ins Ziel. Die Freude war also groß, dass es mit zwei „Oldies“ an Bord für diese reine Vereinsmannschaft eine Medaille gab.

    Kurze Zeit später erruderten Schlagmann Klaus und Andreas im Masters Männer 8er der Altersklasse G im zwei Boote starken Feld den 2. Platz. Im Finallauf kamen Florian und Julius im Master Männer Doppelzweier Altersklasse B auf Platz 5. Im Finallauf des Masters Männer 8er der Altersklasse E besetzt mit u.A. Klaus und Sebastian reichte es ebenfalls nicht für eine Medaille.

    Für eine weitere Bronzemedaille sorgte dann Thalia in Renngemeinschaft mit der BRG, Mainz und Trevis im Frauen 4- der offenen Klasse. In dem 5 Boote starken Feld konnte die Mannschaft zwei Boote hinter sich lassen. Hans startete in einer Renngemeinschaft mit der BRG und Köln im Männer 8+ der offenen Klasse. In den Vorläufen am Samstagnachmittag konnte sich die Mannschaft nicht für das Finale qualifizieren. Ebenso wenig die Mannschaft von Cora in Renngemeinschaft mit Münster, die im Frauen 4x der offenen Klasse an den Start ging.

    Für Sonntag stand dann also nur noch der Finallauf des Frauen 8+ der offenen Klasse mit Godesberger Beteiligung auf dem Plan. Hier gab es Gold für Thalia mit der Renngemeinschaft BRG, Hanau, Gießen uvm. Mit etwas über einer Sekunde Vorsprung fuhr der Bonner Achter als erstes der 4 gemeldeten Boote über die Ziellinie.

    Inklusive Vorläufe gab es an dem Wochenende also 11 Rennen, besetzt mit 8 Athleten des WSVG, 2 Bronzemedaillen (DGM), eine Silbermedaille (ODMM) und eine Goldmedaille (DHM).

    Glückwunsch zum Meistertitel und den guten weiteren Leistungen!

    Cora Berger

    Auch im Bonner General-Anzeiger fand sich am 25. Juli 2026 eine Notiz zum Erfolg.

Ältere Meldungen sind im Archiv abgelegt.